Warum sich eine fortschrittliche intermodale Planung lohnen kann
Der nordamerikanische Intermodalmarkt verharrt in einer Warteschleife.
Laut Daten der Association of American Railroads gingen die gesamten inländischen intermodalen Transporteinheiten in den ersten fünf Wochen des Jahres 2026 um 3,25 % zurück. Die Jahresvergleiche (y/y) sind durch zollbedingte Vorverlagerungen verzerrt, die die Mengen im gleichen Zeitraum des Vorjahres künstlich erhöht haben. Die Analyse kurzfristiger Trends wurde zudem durch weit verbreitetes Winterwetter erschwert, das die scheinbar zugrundeliegende Dynamik unterbrach.
Mit Blick auf die Zukunft wird jedoch im März mit einer leichten Verbesserung der Nachfrage gerechnet. Das Interesse am intermodalen Güterverkehr könnte sich in der zweiten Jahreshälfte 2026 verstärken, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen des allgemeinen Lkw-Transportmarktes bleiben eingeschränkt.
Saisonale Positionierung 2026
Nach einer verhaltenen Hochsaison 2025 haben sich die Betriebe in Südkalifornien wieder auf ein normaleres Niveau eingependelt, da sich das Handelsumfeld zwischen den USA und China stabilisiert. Eine erhöhte Transparenz der Zolltarifbedingungen dürfte eine Rückkehr zu normalisierten saisonalen Mustern begünstigen. Dieses Umfeld schafft ein günstiges Zeitfenster für Verlader, um ihre Strategien für den intermodalen Verkehr an der Westküste neu zu bewerten. Die frühzeitigen Volumenzusagen im Jahresverlauf ermöglichen es den Verladern, sich vor der Hochsaison eine bessere Abdeckung und stabilere Preise zu sichern.
Landesweite Indikatoren deuten auf ein erneutes Interesse am intermodalen Verkehr hin. Auch wenn die Erholung nur allmählich voranschreitet, birgt eine Planung, die von einem weiteren Jahr der Stagnation ausgeht, Risiken. Verlader, die sich in einem neuen Ausschreibungszyklus befinden, sollten im dritten und vierten Quartal mit einem ausgeglicheneren Marktumfeld rechnen. Eine frühzeitige Sicherung der Bahnpreise im Jahr 2026 könnte Schutz vor steigenden Transportkosten entlang der gesamten Lieferkette bieten.
Dynamik des intermodalen Spotmarktes
Railroad Frachtführer bietet weiterhin wettbewerbsfähige Spotpreise an, die voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2026 relativ stabil bleiben werden.
Im Gegensatz dazu wird für den Lkw-Transportmarkt bereits ab dem zweiten Quartal mit einem Anstieg der Preise im hohen einstelligen Bereich gerechnet, während für den Schienengüterverkehr ein Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich erwartet wird. Diese zunehmende Kostendifferenz dürfte die Wertschöpfung im intermodalen Verkehr weiter steigern.
Immer mehr Verlader erkundigen sich nach intermodalen Transportdienstleistungen zwischen 550 und 1.500 Meilen, einem Segment, das sich aufgrund der niedrigen Frachtraten während des anhaltenden Frachtabschwungs in Richtung LKW-Ladungen verlagert hat. Es ist noch zu früh, um festzustellen, ob dieser Anstieg des Interesses am intermodalen Verkehr eine vorübergehende Reaktion auf die winterbedingten Beeinträchtigungen darstellt oder den Beginn einer nachhaltigen Verlagerung der Verkehrsmittelwahl markiert. Die Überwachung der LKW-Ladekapazität und der potenziellen Auswirkungen einer strengeren Durchsetzung der Vorschriften für Berufskraftfahrer wird von entscheidender Bedeutung sein.
Die vertraglich vereinbarten Preise für intermodale Transporte für 2026 variieren je nach Region.
Die Preise für Flüge von der Westküste haben sich weitgehend stabilisiert, viele neue Verträge beginnen am 1. April 2026 oder später. In anderen Regionen sind moderate jährliche Zuwächse von etwa 2-5 % zu verzeichnen, was im Allgemeinen der Inflation entspricht.
Verlader, die an den Ausschreibungszyklen 2026 teilnehmen, werden ermutigt, Anbieter mit starken Beziehungen zur Bahn zu priorisieren, um sowohl die Kosteneinsparungen als auch die Netzwerkstabilität zu verbessern. Intermodaler Verkehr sollte als strategischer Bestandteil der Verkehrsplanung und nicht nur als Notfalloption betrachtet werden.
Überlegungen zum Management des intermodalen Verkehrs im Jahr 2026:
- Identifizieren Sie Fahrspuren, auf denen intermodale Transportlösungen die Anforderungen an Service und Transit erfüllen.
- Bewerten Sie die gesamten Landekosten und nicht nur die Transportkosten.
- Um die Volatilität zu mindern, sollten kombinierte Strategien für den Schienen- und Lkw-Transport umgesetzt werden.
- Um sich angesichts der erwarteten Erhöhungen der Lkw-Frachtraten Kapazitäten zu sichern, sollen zu Jahresbeginn neue intermodale Fahrspuren erprobt werden.
Erwartungen an die Serviceleistung
Die Frachtführer der Klasse I im Schienenverkehr demonstrieren weiterhin eine starke operative Leistungsfähigkeit. Zu den systemweiten Verbesserungen gehören gleichmäßige Zuggeschwindigkeiten, verkürzte Haltezeiten in den Bahnhöfen, weniger Leerlauf der Lokomotiven und weniger angehaltene Züge. Die jüngsten Betriebsstörungen in ausgewählten Regionen waren in erster Linie wetterbedingt und nicht struktureller Natur.
Während das intermodale Netzwerk noch über erhebliche ungenutzte Kapazitäten verfügt, dürfte die präzise Positionierung der Ausrüstung weiterhin von entscheidender Bedeutung sein, da die Frachtführer der Schiene mit sich ändernden Nachfragemustern und regionalen Ungleichgewichten umgehen müssen.